Sariro - Akkordtechnik




Sariro ist eine Technik, um Variationen in den Kumbengo zu bringen. Dabei werden hauptsächlich mit den Zeigefingern, aber auch mit den Daumen, 2-4 nebeneinander liegende Saiten gleichzeitig als Akkord angeschlagen. Dabei werden meistens die höchsten Saiten angeschlagen: agf mit dem rechten Zeigefinger und eca mit dem linken.

stellt Sariro als mehrere, örtlich nebeneinander liegende Saiten dar, die gemeinsam mit demselben Finger angeschlagen werden.

Kora kuta ("die Kora schneiden") ist eine Variante von Sariro, bei der speziell der rechte Zeigefinger in einer scharfen Außenbewegung mehrere Saiten im unteren Bereich (FACE) anschlägt, die anschließend mit dem Daumenballen gestoppt werden.



Manchmal wird einfach mehrere Takte lang zu jedem Beat ein Sariro-Akkord gespielt, um den Rhythmus zu intensivieren. Manchmal werden aber auch komplexere Muster verwendet, die rhythmische Veränderungen bewirken. Das sind meist schnelle Kreuzrhythmen, die abwechselnd mit den rechten und linken Zeigefingern als Begleitung gespielt werden - ähnlich den Glockenfiguren bei westafrikanischer Percussion - während die Daumen eine Version der Melodie spielen.


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Dies ist eine Sequenz aus dem Stück Mariama mit einem Metrum von 8 Beats mit je 3 Pulsen. Das entspricht einem 24/8 Takt, der aber auch als Metrum von 12 Beats mit je 2 Pulsen empfunden werden kann. Die rhythmische Ambivalenz zwischen binären (Gruppen von 2) und ternären (Gruppen von 3) Elementen ist in der Koramusik häufig zu finden.

Hier spielen die Zeigefinger den Sariro in 4 Wiederholungen einer Gruppe mit 3 Elementen - jeweils 2 Beats lang - in ternärem Feeling. Die Daumen spielen die zweiteilige Melodie in 8 "geraden" Beats mit triolischer Unterteilung.


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