Intervalle und ihre Verwendung




Oktaven, Quarten und Quinten sind die wichtigsten Intervalle. Sie bilden das "Skelett" der Skalen. Die korrekte Stimmung der Kora wird damit überprüft und heißt ebenso wie diese Basisintervalle - Kumbengo (das Wort hat noch andere Bedeutungen).

Als Variationstechnik sehr gebräuchlich sind Akkordbildungen aus einer Note durch Hinzunahme der Oktave, Quart oder Quint über oder unter der Note, wobei die einzelnen Noten gleichzeitig oder aufeinanderfolgend (synkopiert, arpeggio) gespielt werden können; folgend dem Schema:
Grundton (I) + Quint (V) + Quart (IV)= Oktave (VIII), oder
Grundton (I) + Quart (IV) + Quint (V) = Oktave (VIII).

Melodieläufe in parallelen Oktaven (Cc - Dd - Ee ...) und Wechselbass zwischen Grundton und Quint (C - G - C - G ...) kommen in den meisten Stücken vor.

Oktave



Oktaven werden im mittleren Bereich mit Daumen der einen und Zeigefinger der anderen Hand gespielt, eine weitere tiefere Oktave nimmt man mit dem Daumen der anderen Hand dazu. Zusammengehörende Oktaven sind hier in der Grafik mit grünen Linien verbunden.

Die Note "F" ist in 2 Oktaven vorhanden (es gibt allerdings 22-saitige Koras mit zusätzlichem F-Bass), alle anderen Noten sind in 3 Oktaven vorhanden, bis auf die Note "C", die als tonale Basis in 4 Oktaven vorhanden ist.

Quint



Quinten können durch die triadische Anordnung der Saiten in den mittleren zwei Oktaven immer mit Daumen und Zeigefinger einer Hand gespielt werden (mit einer leeren Saite dazwischen). Dadurch ist es möglich Melodieläufe in parallen Quinten zu spielen, was gerne in virtuosen Birimintingo Improvisationen gemacht wird.

Terz / Dreiklang


Terzen können mit Daumen und Zeigefinger einer Hand, aber auch nur mit einem Finger (meistens dem Zeigefinger) gespielt werden, da die Saiten in den mittleren zwei Oktaven unmittelbar nebeneinander liegen.
Mit den Zeigefingern werden auch triadische Akkorde - Dreiklänge und Vierklänge gespielt, wobei ein Anschlag über drei oder vier benachbarte Saiten geht.

Sariro - Akkordtechnik

Sekund

Die Sekund wird mit gegenüberliegenden Fingern (beiden Zeigefingern oder beiden Daumen) gespielt, wobei meistens eine der beiden Saiten nach dem Anschlag gestoppt wird.

Detero - Stopptechnik



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