Aufziehen und Stimmen der Saiten




Aufziehen der Saiten

Ans Ende der Saite, genannt Djoulo werden nebeneinander 2 einfache Knoten gemacht, damit sie unter Spannung nicht aus der Schlinge der Saitenhalterung schlüpfen kann. Die Saite wird hinter dem Steg, genannt Bato mit der Saitenhalterung verknotet und links oder rechts am Steg in eine Kerbe eingesetzt. Dann wird sie am Hals von oben über den Konso, den aus Hautstreifen geflochtenen Stimmring (geführt und 6- 7 mal nach aussen in weiten Schlaufen um den Ring gewickelt, bis sie auch unter Spannung nicht mehr nachrutschen kann. Mit dem Loyo, einem eisernen Stimmnagel (Ahle), wird der Stimmring etwas aufgedehnt, dass die Saite durchgesteckt und festgezogen werden kann. Die Saiten der linken Seite werden nach links gewickelt und die der rechten Seite nach rechts. Jede Wicklung wird mit dem Loyo festgezogen. Dann wird der Stimmring an die alte Position verschoben, um die Stimmung zu prüfen. Diese Prozedur muss möglicherweise mehrmals wiederholt werden.

Die tiefste Saite wird am obersten Ring des Halses befestigt. Die anderen Saiten belegen die Ringe in tonal aufsteigender Reihenfolge nach unten und die höchste Saite wird am untersten Ring befestigt. In der aufsteigenden Tonleiter führen die Saiten abwechselnd rechts und links über den Steg.


Stimmen der Saiten

Um die Saite tiefer zu stimmen wird der Ring nach unten verschoben. Manchmal reicht ein leichter Druck mit dem Daumen um den Ring etwas mehr zu verkanten.

Um die Saite höher zu stimmen wird der Ring nach oben verschoben. Bei Basssaiten muss man teilweise viel Kraft aufwenden, die Kalebasse dabei zwischen die Knie klemmen und den Ring mit beiden Händen nach oben schieben. Man kann auch die Saite aus der Kerbe am Steg nehmen, den Ring ohne Saitenspannung verschieben und die Saite wieder am Steg einsetzen.

Muss der Ring weiter verschoben werden, als Platz bis zum nächsten Ring ist, so muß man die Saite nachziehen. Dazu lockert man die Saite indem man den Ring nach unten schiebt, eventuell auch die darunter liegenden Ringe. Dann zieht man mit dem Loyo die aufgewickelten Schlaufen der Saite nach. Beim Höherstimmen von der innersten Schlaufe nach außen, um den schwingenden Teil der Saite zu verkürzen und die Saitenspannung zu erhöhen, beim Tieferstimmen von der äußersten Schlaufe nach innen, dabei wird der schwingende Teil der Saite verlängert und die Saitenspannung verringert.

Die Ringe werden durch die Spannung etwas verkantet und halten an ihrer Position normalerweise so gut, daß in feinsten mikrotonalen Abstufungen gestimmt werden kann. Rutschen sie jedoch, so kann man die Stelle, wo sie am Holz haften sollen, durch Bestreichen mit Speichel, feuchtem Zucker, Zigarettenasche etc. griffiger machen. In schwereren Fällen klemmt man Streichhölzer in den Spalt zwischen Holz und Ring.

if the rings keep slipping:
maybe the stick and the rings are just too dry - hold it under the shower for a while (but not the calabash with the skin !!!), this usually helps




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